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E-Rechnungspflicht 2025: Was Vereine wissen müssen

Alan Murphy·

Kurze Vorgeschichte

Ich bin Vater eines Kindes, das Tennis im Verein spielt. Jedes Quartal kamen Rechnungen — Jahresbeitrag, Sommerkurs, irgendeine Gebühr. Ehrlich gesagt: Ich habe nie wirklich verstanden, wofür genau. Und als ich dann mitbekommen habe, dass der Kassenwart das alles in Excel macht und PDFs per Hand bastelt, dachte ich: Das kann doch nicht sein.

Dann kam die E-Rechnungspflicht. Und plötzlich wurde aus „Das ist halt so" ein echtes Problem.

Was ist diese E-Rechnungspflicht überhaupt?

Seit 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen in Deutschland elektronische Rechnungen empfangen können. Nicht irgendwann, nicht vielleicht — jetzt.

Und nein, eine PDF per E-Mail zählt nicht als E-Rechnung. Es muss ein strukturiertes, maschinenlesbares Format sein. Klingt kompliziert, ist es im Kern aber nicht. Dazu gleich mehr.

Ab 2027 wird dann auch das Versenden von E-Rechnungen schrittweise Pflicht. Wer sich also denkt „Ach, das betrifft uns noch nicht" — es kommt schneller, als man denkt.

Betrifft das unseren Verein? Ehrlich?

Wahrscheinlich ja. Und ich weiß, dass das keiner hören will.

Viele Sportvereine sind zumindest teilweise umsatzsteuerpflichtig. Das klingt erstmal nach Großunternehmen, aber es reicht schon, wenn euer Verein:

Nur die reinen Mitgliedsbeiträge für den „ideellen Bereich" sind normalerweise umsatzsteuerbefreit. Alles andere? Da wird es heikel.

Mein ehrlicher Rat: Fragt euren Steuerberater. Ja, ich weiß — das kostet. Aber eine falsche Rechnung kostet mehr. Und im Zweifel: Lieber jetzt schon E-Rechnungen erstellen, dann seid ihr auf der sicheren Seite.

Was genau ist eine E-Rechnung? (Ohne Juristendeutsch)

Stellt euch vor, eure Rechnung hat zwei Schichten:

  1. Die sichtbare Schicht: Das ist die PDF, die aussieht wie eine normale Rechnung. Mit Vereinslogo, Beträgen, allem drum und dran.
  2. Die unsichtbare Schicht: Ein XML-Datensatz, der in der PDF versteckt ist. Den sieht kein Mensch — aber die Buchhaltungssoftware des Empfängers kann ihn automatisch auslesen.

Das nennt sich ZUGFeRD (ja, der Name ist furchtbar). Es gibt auch XRechnung, aber das ist eher für Behörden relevant.

Für Sportvereine ist ZUGFeRD die einfachste Lösung: Die Rechnung sieht genauso aus wie vorher, hat aber zusätzlich diese maschinenlesbare Schicht drin. Beide Seiten sind happy.

Die Fristen — was kommt wann?

Wann?Was passiert?
Seit 1. Januar 2025Ihr müsst E-Rechnungen empfangen können. Ab sofort.
Ab 1. Januar 2027Wer über 800.000 € Umsatz macht, muss auch senden.
Ab 1. Januar 2028Alle müssen E-Rechnungen senden. Keine Ausnahmen mehr.

Die meisten Vereine haben also noch etwas Zeit fürs Senden. Aber fürs Empfangen? Das gilt schon. Und wenn euer Lieferant für Trikots plötzlich eine ZUGFeRD-Rechnung schickt, solltet ihr die auch verarbeiten können.

Was muss der Kassenwart jetzt konkret tun?

1. E-Rechnungen empfangen können

Das ist der einfachste Teil: Ihr braucht eine E-Mail-Adresse, an die Lieferanten E-Rechnungen schicken können. Die habt ihr wahrscheinlich schon. Was ihr zusätzlich braucht, ist eine Software, die das XML aus der PDF auslesen kann.

2. Eigene Rechnungen prüfen

Stellt ihr Rechnungen an Firmen oder die Gemeinde? Dann müssen die irgendwann im E-Rechnungsformat kommen. Checkt mal, wie viele solcher Rechnungen ihr im Jahr schreibt.

3. Die richtige Software finden

Hier wird es tricky. Viele Vereinsverwaltungen können das noch nicht. Achtet bei der Auswahl auf:

Warum ich BeitragsKlar gebaut habe

Als ich gesehen habe, wie unser Kassenwart mit dem ganzen Thema kämpft, dachte ich: Das muss doch einfacher gehen. Und so ist BeitragsKlar entstanden.

Jede Rechnung, die ihr mit BeitragsKlar erstellt, ist automatisch eine gültige ZUGFeRD-Rechnung. Über 50 Geschäftsregeln werden im Hintergrund geprüft, die PDF folgt dem DIN 5008 Standard, und das Archiv bewahrt alles 10 Jahre auf — weil das Finanzamt das so will.

Ihr müsst davon nichts verstehen. Rechnung erstellen, fertig. Den Rest macht die Software.


Fragen? Unsicherheiten? Einfach kurz schreiben. Ich antworte persönlich — kein Support-Bot, versprochen.